Fasnacht Eröffnung

Bericht

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Daniel Berweger (Mitte), Präsident der Reppisschfäger Dietikon, und Beni Huber (rechts im Bild), Präsident vom Verein Die luschtige Dietiker, starteten den Anlass um 17.11 Uhr mit Konfettikanonen.

Fotos

Severin Bigler

FASNACHTSSTART 11.11.2021 17:11 Uhr

Konfetti, Guggen und Bratwürste: Fasnächtler und Gäste tanzten zum Fasnachtsbeginn gegen die Kälte an

 

Das erste Mal taten sich die Vereine Die lustige Dietiker und die Reppischfäger Dietikon zusammen, um den Fasnachtsstart zu feiern. Fasnächtler und Gäste liessen dabei die Markthalle beben.

Carmen Frei

11.11.2021, 22.00 Uhr

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In Dietikon ist die fünfte Jahreszeit angebrochen. Pünktlich um 17.11 Uhr schossen Beni Huber, Präsident vom Verein Die lustige Dietiker und Daniel Berweger, Präsident der Reppischfäger Dietikon, am Donnerstag violette Konfetti in die Menge bei der Markthalle. Einige Besuchende hatten sich schon vor 17 Uhr an der Kasse angestellt, um Bons für Bratwürste, Tee und Bier zu holen.

Nach dem Start mussten die Fasnachtsbegeisterten dann aber noch knapp zwei Stunden warten, bis die erste Guggenmusik auf die Bühne trat. Bis dahin drang Schlager und Partymusik aus den Lautsprechern. Die Guggen waren allerdings schon bald alle da, was auch die Organisatoren freute. «Wir hätten auch schon um 18 Uhr starten können», meinte Berweger.

Kinder sammelten derweil freudig die Konfetti vom Boden. Zu den Gästen stiessen noch die Dietiker Guggi-Häxe, Mitglieder der Clique Schäflibach aus Urdorf und weitere Fasnächtler. Über die Fasnacht freute sich auch die Familie Seybold aus Bergdietikon mit ihrem irischen Wolfshund Yvan.

Für die Guggen begann der Tag um 11.11 Uhr

Um 19 Uhr war es dann soweit: Die Gyre-Sümpfer aus Widen traten auf die Bühne. Sie seien, «wie es sich gehört für eine Gugge, schon seit 11.11 Uhr unterwegs». Mit einem weiteren Konfettiregen starteten sie ihr Konzert. Die Gäste standen schon bald auf den Bänken und tanzen fröhlich mit.

«Wir haben Leute, die wissen, wie man Feste organisiert», sagte Beni Huber. In gut einer Stunde hätte sie alles bei der Markthalle aufgestellt. Und die Besuchenden freuten sich, wieder Fasnacht feiern zu können.

Bei den Reppischfäger Dietikon klatschten zum Schluss alle mit

Um 20 Uhr sorgten die Stiereschränzer Urdorf auf der Bühne für Unterhaltung. Um 21 Uhr folgten schliesslich die Reppischfäger Dietikon und schlossen die Guggenmusik-Auftritte ab. Beide Guggen waren schon seit 11.11 Uhr unterwegs und kein bisschen spielmüde. Danach wurde noch weitergefestet.

FASNACHTSSTART

«Es wird für die Vereine immer schwieriger»: Weshalb zwei Dietiker Fasnachtsgruppen nun zusammenspannen

 

Am 11. November lassen es Die luschtige Dietiker und die Reppischfäger Dietikon gemeinsam bei der Markthalle krachen. Erwarten dürfen die Besucherinnen und Besucher am «Pionierevent» die Auftritte von drei Guggen.

Larissa Gassmann

09.11.2021, 04.00 Uhr

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Auch die Konfettikanone soll am Fasnachtsstart zum Einsatz kommen: Die luschtige Dietiker auf ihrem Fasnachtswagen. (Archivbild)

Fabienne Eisenring

Wenn Beni Huber, Präsident der Gruppe Die luschtige Dietiker, über den Fasnachtsstart in Dietikon spricht, dann verwendet er mehrmals das Wort «Testballon». Steigen gelassen werden soll dieser am 11. November. Dann nämlich soll der Event der Reppischfäger Dietikon und der Die luschtige Dietiker bei der Markthalle über die Bühne gehen.

Dass der Anlass trotz Corona stattfindet, sei ihm sehr wichtig, sagt Huber. «Die Idee, etwas am 11. November auf die Beine zu stellen, schwirrte aber schon länger in den Köpfen herum», sagt er. Nun habe man sich endlich dazu entschlossen, das Ganze anzupacken. So haben Die luschtige Dietiker vorgängig verschiedene Gruppierungen kontaktiert. Dass die Reppischfäger sofort dabei waren, habe ihn als ehemaliges Mitglied «ganz besonders gefreut». Für ihn sei es an der Zeit gewesen, dass die Vereine vermehrt miteinander reden und sich nicht gegenseitig Bälle-Besucher abwerben. Denn: «Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es für die Fasnachtsgruppen immer schwieriger wird.»

Beide Vereine warteten bis letzte Woche auf die Bewilligung

Starten soll der «Pionierevent» nun ab 17:11 Uhr, der Eintritt ist gratis. Mit den Gyre-Sümpfer Widen, den Stiereschränzer Urdorf und den Reppischfäger Dietikon erwarten die Besucherinnen und Besucher dabei gleich drei auftretende Guggen. Von Seiten der Die luschtige Dietiker wird wiederum ein grosser Fasnachtswagen mit Konfettikanonen präsentiert. Für das kulinarische Wohl sorgt ein Getränke- und Grillstand. Ausgeschenkt wird unter anderem Bier, Mineral oder Kaffee. Dazu kommen verschiedene Würste und «öppis für d Veggies». Das Ganze sei schlank organisiert worden. «Schliesslich wissen wir überhaupt nicht, wie der Anlass ankommt», sagt Huber.

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Ebenfalls mit von der Partie: die 1976 gegründeten Reppischfäger Dietikon. (Archivbild)
Ly Vuong

Zusätzlich erschwerend wirkte, dass beide Vereine bis letzte Woche auf die Bewilligung warten mussten. Planungssicherheit herrschte wegen Corona keine. Deswegen habe man darauf geachtet, «dass wir bei einer Absage nicht allzu viele Verluste erleiden würden». Auch wurde das Ganze bis jetzt noch nicht «mit der grossen Kelle angerührt». Schliesslich habe man aber nochmals Glück gehabt: So ist ein Covid-Zertifikat bei Anlässen im Freien erst bei über tausend Besuchern nötig.

Allein dank der Fasnächtler und ihrer Angehörigen, rechnet Huber je nach Wetterlage mit bis zu 150 Gästen. Da zwei Jahre keine Fasnacht gefeiert wurde, könnten es aber gut noch ein paar mehr werden. So oder so sei man gerüstet. «Grundsätzlich sind wir flexibel und verfügen über ein grosses Buffet», sagt Huber. «Schliesslich sind wir uns gewöhnt, Veranstaltungen zu organisieren.»